Hajo Friederich

Therapeutisches Klettern

Vorträge

Klettern und Expeditionen

Den Daheimgebliebenen die Erfahrungen und Eindrücke zu vermitteln, die auf den unternommenen Reisen gewonnen wurden, ist einer der Gründe für Hajo Friederich, von seinen Kletterreisen und Expeditionen zu berichten. Das Zusammenstellen des beeindruckenden Bildmaterials zu faszinierenden Multi-Media-Shows ist eine weitere seiner Leidenschaften, neben dem „kletternden Reisen“ an sich.

Der ganz normale Wahnsinn.
Spagat zwischen Klettertrilogie-Beruf-Familie

Das Erreichen von Zielen und das nicht immer erfolgreiche Streben danach gehören zum Lebensalltag. In seinem neuen Vortrag berichtet Hajo Friederich über seine Kindheit, seine Aktivitäten als Turner und Wettkampfkletterer sowie über seine Arbeit als Physiotherapeut. Hajo Friederich beschreibt detailliert die Verbindung von Therapie und Klettern, das Therapeutische Klettern, und er zeigt Parallelen zwischen Therapieansatz und Hochleistungsklettern auf.

Auch wenn Hajo Friederichs Kletterleistungen noch immer höchst beachtlich sind – seinen Lebensunterhalt verdient er sich nicht mit Klettern, sondern mit Physiotherapie und Fortbildungen. Geschickt werden in diesem Vortrag Training und Therapie beleuchtet, Zielsetzungen definiert, ehe man sich plötzlich inmitten steiler Felsrouten befindet, die zwar nicht zu den schwierigsten auf der Welt gehören, von denen aber dennoch der großer Reiz ausgeht, dass nämlich noch fast keine der Routen eine Rotpunkt-Wiederholung aufzuweisen hat.

Die sogenannte Berchtesgadener Klettertrilogie, in der an den Bergmassiven von Watzmann, Hochkalter und Untersberg die drei schwierigsten Routen zu bezwingen sind, schafft Hajo Friederich 2010 zum ersten Mal.

Ziel war es, an je einem Tag pro Route in freier Kletterei die folgenden Herausforderungen zu meistern:

– Knockin On Heavens Door, 490 Meter, 9-/9, 1. RP-Wiederholung im Juli 2010
– Seele brennt, 200 Meter, 9, vermutlich eine der ersten RP-Wiederholungen, Oktober 2010
– Child Of Sun, 200 Meter, 9/9+, 2. RP-Begehung im Oktober 2010.

Bild- und Filmmaterial wechseln sich in diesem Vortrag harmonisch ab. Ein besonders Highlight dabei sind die Landschaftsaufnahmen von der bekannten Naturfotografin Marika Hildebrandt.

Informationen zum Vortrag

– Länge: 1. Teil 45 Min. – Pause – 2. Teil 45 Min.
– Equipment: Beamer und Ton (Leinwand wird vom Veranstalter gestellt)

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Patagonien & Eisklettern

Teil 1: Patagonien zur Expedition

Der Ausgangsort El Chalten: Von El Chalten auf den Torre Gletscher. Einrichten unseres Basislagers im Campo Nopolino. Besteigung der Aig. Exupery auf deren Westseite. Wir entschieden uns für die Route „Clara di Luna“ die mit den Schwierigkeiten 6c und A1 angegeben war. Diese Schwierigkeit ist in der deutschen Skala mit 7+/8- zu vergleichen; eine weitere technische Herausforderung bestand darin, dass Passagen mit Cliffhanger und Trittleitern zu überwinden sind, die noch nicht freigeklettert wurden. So wussten wir nicht, welche Bewertung einer komplett freien Begehung zugrunde liegen würde. Es war in der Vorbereitung vor Ort schwierig, genaue Informationen über die Route und über deren Schwierigkeit – bei reiner Freikletterei – herauszufinden. Im mittleren Wandteil waren Schnee- und Eisfelder zu queren, die mit einer Steilheit von bis zu 60 Grad einzustufen waren. Ansonsten sollte es sich um gute Kletterei in schönen Rissen handeln. Unser Ziel war eine freie Begehung dieser Route ohne Zuhilfenahme technischer Hilfsmittel.

Am 5. Dezember 2009 sollte unser Gipfeltag sein. Wir starteten in der Nacht, um über Blockgelände, Schneecouloirs und Eispassagen zum Einstieg zu gelangen. Wir kletterten mit dem ersten Tageslicht los und erreichten nach 13 Stunden Kletterzeit den Gipfel. Kurz vor Sonnenuntergang standen wir alle auf dem Gipfel der Aig. Exupery – überglücklich. Eine rasante und lange Abseilfahrt sollte uns bevorstehen. Die Dunkelheit überraschte uns bald. Der aufkommende Sturm und die damit verbundenen Schwierigkeiten beim Abseilen forderten unsere letzten Reserven.
Am Mittag des nächsten Tages erst erreichten wir unsere kleine Sonnenterrasse unweit des Einstiegs, wo wir unseren Gipfelerfolg und die freie Begehung erst richtig genießen konnten.

Teil 2: Eisklettern der besonderen Art

Hajo Friederich berichtet über das Eisklettern im Januar 2010. Der amtierende internationale Deutsche Vizemeister im Eisklettern hat 3 besonders interessante und technisch anspruchsvolle Wasserfälle begehen können. Es wird über den Warmduscher WI 6+ (Königsee), den Supervisor WI 6/6+ (Gasteiner Tal) und den Merlin WI 6+, M 5 (Zillertal) berichtet. Der Merlin-Wasserfall zählt mit zu den schwierigsten Wasserfällen überhaupt und hat seit seiner Erstbegehung im Februar 2003 erst 1 Wiederholung. Das absolute Testpiece im Zillertal gelang Hajo Friederich mit David Göttler am 3. Februar 2010. Es handelte sich um die 3. Begehung dieser unglaublichen Eislinie überhaupt.

Informationen zum Vortrag:

– Expeditions-Team Patagonien: Petra Bayer, Uli Kastner, Hansi Lochner, Hajo Friederich
– Länge: 1. Teil 60 Min. – Pause – 2. Teil 45 Min.
– Equipment: Beamer und Ton (Leinwand wird vom Veranstalter gestellt)

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